Wie Du Dein offline-Business online bringst und der Corona-Krise trotzt

Wie Du Dein Offline-Business online bringst und der Corona-Krise trotzt

Alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die bisher ein reines Offline-Geschäft haben, trifft die Corona-Krise mit ihrem Lockdown besonders hart. Oft ist von heute auf morgen der gesamte Umsatz weggebrochen, manchmal mit voll weiterlaufenden Kosten. Was also tun? Ich möchte Dir Denkanstöße geben und mögliche Wege aufzeigen, was Du tun kannst, um über andere Wege zu Deinen (oder anderen, neuen) Kunden zu finden und wieder Einnahmen zu generieren.

Schon seit etlichen Jahren arbeite ich komplett online mit meinen Kunden. Ironischerweise wollte ich dieses Jahr mehr ins „echte Leben“ gehen und Workshops und Vorträge offline machen. Die Planungen (die teilweise schon sehr konkret waren) sind nun hinfällig. Bleibe ich eben online ;-) . Auch wenn ich mit meinem Unternehmen nicht so stark von der Corona-Krise betroffen bin, geht diese merkwürdige, unwirkliche Situation an mir als Mensch natürlich nicht spurlos vorbei.

Ich ermutige Dich ganz ausdrücklich dazu, über den Tellerrand zu blicken und jegliches „Das geht in meinem Business nicht!“ beiseite zu lassen. Schalte Deinen inneren Kritiker für einen Moment aus. Denn wir wollen Dein Unternehmen und Dein Geschäftsmodell neu denken und ggf. neue Angebote schaffen. Dafür brauchen wir unser gesamtes Hirn und dann ist definitiv kein Platz für negative Stimmen.

Anfang April habe ich zu diesem Thema ein Live-Webinar für das Centrum für Angewandte Technologie CAT GmbH gehalten. Die Aufzeichnung davon kannst Du Dir hier anschauen:

1. Schau Dir Deine Zielgruppe genau an

Im Mittelpunkt stehen auch in Krisenzeiten Deine Kunden bzw. Deine Zielgruppe.

Du hast hoffentlich eine genaue Vorstellung davon, wer Deine Wunschkunden sind, wie sie ticken und warum sie zu Dir passen. Falls nicht, flugs mal diesen Artikel lesen und Zielgruppe ordentlich definieren.

Im Moment steht auch die Welt für Deine potentiellen Kunden Kopf. Auch sie haben in der Corona-Krise mit allerlei Dingen und Problemen zu kämpfen. Die Lage hat sich also unter Umständen sowohl privat als auch beruflich verändert.

Damit Du als wertvoller Partner in dieser Zeit wahrgenommen wirst, überlege Dir folgendes:

  • Was sind die aktuellen Bedürfnisse Deiner Zielgruppe? Kannst Du dabei helfen?
  • Was wünschen sich Deine Kunden jetzt in dieser Situation von Dir?
  • Bist Du bereits online mit Deinen Kunden verbunden (Facebook-Seite, Newsletter-Liste, LinkedIn etc.)?
  • Wo sind Deine Kunden online unterwegs und wo kannst Du sie erreichen?

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2. Nimm Dein Geschäftsmodell unter die Lupe

Ein Offline-Geschäft kann man nicht mal so eben über Nacht online machen. Aber: es braucht auch nicht monatelang, um ein neues Geschäftsmodell auf Basis eines bestehenden Unternehmens aufzubauen bzw. umzubauen. Wenn Du Dich wirklich hinsetzt und konzentriert und planvoll arbeitest, kannst Du in einer Woche startklar sein.

Auch wenn Du Tag X nach der Krise wieder Dein Geschäft wie vorher betreiben willst, rate ich Dir, die Zeit zu nutzen und Deine Geschäftsprozesse zu analysieren. Überlege Dir, wie Du Dich besser online und digital aufstellen kannst. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass der Lockdown der Digitalisierung hierzulande gewaltigen Auftrieb geben wird.

Hier ein paar Gedankenanstöße:

  • Was ist Deine Kernleistung? Kannst Du diese Leistung auch online erbringen?

Ich gebe Dir mal mich als Beispiel. Wie Du wahrscheinlich weißt, bin ich Marketingstrategie- und Positionierungs-Beraterin und arbeite seit etlichen Jahren (fast) ausschließlich online. Ich arbeite mit meinen Kunden über Online-Video-Konferenzen, Mail, Chatprogramme und Telefon zusammen. Heute ist das schon fast normal. Vor ein paar Jahren, als ich damit anfing, war es das definitiv noch nicht. Das führte regelmäßig dazu, dass ich erstmal erklären musste, wie das alles funktioniert. Mir begegnete anfangs oft Skepsis, ob das denn auch wirklich gut geht mit der Online-Zusammenarbeit. Dass ich gerade in der momentanen Krise extrem froh bin, dass ich bereits ein erprobtes Online-Business habe, brauche ich lange zu erklären.

  • Kannst Du etwas anbieten, das in der jetzigen Zeit gefragt ist, auch wenn es bisher nicht zu Deinem Leistungsspektrum gehört?

Schau an, was Du alles kannst, wo Deine Stärken liegen und wo Du bereits in Deinem Berufslebens Erfahrung sammeln konntest. Kannst Du hieraus ein Angebot schnüren? Das würde zumindest jetzt für ein bisschen Cashflow sorgen.

 

3. Denk Deine Angebote ganz neu

Falls Du Deine Dienstleistungen nicht so anbieten kannst wie bisher, geh ganz frisch und neu an Deine Angebote ran.

Überlege Dir:

Womit kennst Du Dich sehr gut aus und wie könntest Du dieses Wissen und Knowhow Deinen Kunden zugänglich machen?

Beispiel:

Als Physiotherapeut oder Yoga-Lehrerin könntest Du Deine Trainings und Übungen online durchführen. Du könntest Deine Kunden online beraten und ihnen Übungen zeigen, die sie auch zuhause durchführen können. Dazu kannst Du z.B. die Übungen auf Video aufnehmen und sie Deinen Kunden zur Verfügung stellen.

Als Fotograf kannst Du nun eine neue Zielgruppe mit einem neuen Angebot bedienen. Zum Beispiel: Du zeigst Menschen, wie sie selbst bessere Fotos mit dem Smartphone machen können und wie sie diese mit einfachen Programmen selbst bearbeiten können. Damit wendest Du Dich an eine andere Zielgruppe als die, für die Du bisher als Fotograf tätig warst.

 

4. Schau Dir Deine Vertriebskanäle an und finde neue Kanäle

Gerade B2B-Unternehmen nutzen Messen, Konferenzen und sonstige Branchentreffs, um Kontakte zu pflegen und Leads zu generieren. Das fällt im Moment und bis auf Weiteres flach. Auch persönliche Besuche bei (potentiellen) Kunden zum Beispiel durch den Außendienst sind nicht möglich. Wenn Deine bisherigen Vertriebs- und Kommunikationskanäle zurzeit nicht funktionieren, musst Du Dich auf die Suche nach neuen Möglichkeiten und Wegen machen.

Hier sind ein paar Gedankenanstöße:

  • Einige Messen und Konferenzen sind sozusagen ins Internet umgezogen und bieten die Veranstaltung online an. Hier gibt es oft eine Online-Networking-Ecke, die Du nutzen kannst.
  • Überlege Dir, wo Deine Kunden im Internet unterwegs sind und welche Plattformen sie nutzen. Branchenportale, LinkedIn, xing, Facebook, instagram, Twitter,…?
  • Hast Du schon mal an klassische Telefonakquise gedacht?
  • Gespräche mit Kunden oder Interessenten lassen sich auch prima per Video-Chat durchführen. Das ist ein bisschen persönlicher als nur am Telefon miteinander zu sprechen.
  • Kannst Du aktuelle Aktionen nutzen, um Deine Kunden zu erreichen? Es gibt zum Beispiel Webseiten, auf denen Du Gutscheine für Deine Leistungen anbieten kannst oder sonstige Corona-Solidaritäts-Plattformen.

 

5. Probiere neue Tools aus

Jetzt ist die Zeit neue Tools zu testen, für die im sonstigen Geschäftsalltag keine Zeit ist oder die Dir nun den Einstieg in ein Online-Business ermöglichen. Manches mag außerhalb Deiner Komfortzone liegen, aber aus der muss man halt manchmal raus ;-)

Hier sind einige Beispiele als Anregung (keine vollständige Liste!):

Online-Terminbuchungstool

Ich selber nutze youcanbook.me und bin damit sehr zufrieden. Desweiteren gibt es Plugins für WordPress und andere Lösungen und Dienste, die Du nutzen kannst. Zum Beispiel: calendly, acuity Scheduling, Terminland.de, …

Video-Konferenzen und Online-Meetings

Klassische Telefonkonferenzen mit mehreren Personen finde ich persönlich eher anstrengend. Sich über Video sehen und miteinander sprechen schafft wenigstens ein bisschen Nähe und ermöglicht einen besseren Austausch.

Für meine Kundengespräche und Online-Workshops nutze ich zoom. Skype funktioniert auch, läuft allerdings meiner Erfahrung nach nicht so stabil. Weitere Möglichkeiten sind google Hangouts oder Microsoft Teams. Im Moment haben viele dieser Anbieter corona-Sonderangebote laufen oder bieten die Dienste ganz kostenfrei an.

Webinar

Webinare sind eine tolle Möglichkeit Dein Wissen an eine größere Gruppe von Menschen weiterzugeben. Ich habe neulich zwei Webinare gegeben und dafür zoom genutzt (mit der Webinar-Erweiterung). Weitere Anbieter sind: Webex, Webinaris, Gotomeeting,…

Live-Videos über Facebook oder Instagram

Videos allgemein und natürlich auch Live-Videos sind eine prima Gelegenheit, für Deine Kunden da zu sein und im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht zu zeigen. Live-Videos haben den entscheidenden Vorteil, dass Du keine Arbeit mit Video-Schnitt, Komprimieren und irgendwo Hochladen hast. Einfach live gehen, in Interaktion mit Deinen Followern (= Potentielle Kunden) treten und Video wieder beenden.

 

6. Nutze Deine freigewordene Zeit sinnvoll

Vielleicht hast Du zurzeit einfach mehr Leerlauf, sei es, weil es im Business gezwungenermaßen ruhiger ist, sei es, weil Du privat logischerweise viel weniger machst (es sei denn Du hast Home-Kita-ing oder Home-Schooling). Dann nutze diese gewonnene Zeit für Dinge, die Dein Unternehmen langfristig erfolgreich machen. Denn es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben und besser ist, Du bist mit Deinem Unternehmen dafür gut aufgestellt.

Für Dein Marketing und Deine Positionierung kannst Du folgendes tun:

  • Endlich einen soliden Marketingplan erstellen
  • Deine Website aufräumen: Texte aktualisieren, Bilder optimieren, Suchmaschinenoptimierung machen, mobil optimieren etc.
  • Google MyBusiness Eintrag erstellen oder aktualisieren
  • Social Media Kanäle aufräumen
  • Content Marketing Strategie aufsetzen und einen Contentplan erstellen
  • Content vorproduzieren, Grafiken erstellen
  • Online-Fortbildungen machen zu Marketing und Positionierung
  • Marketingberatung in Anspruch nehmen: Gerade fördert das BAFA 100% der Beratungskosten für Unternehmen (auch Freiberufler), die unter der Corona-Krise leiden. Ich bin BAFA-Beraterin und unterstütze Dich gern. Sprich mich an.

Und wenn Du ein bisschen überlegst, fallen Dir bestimmt noch ganz viele tolle Dinge ein, die Du schon immer mal für Dein Marketing machen wolltest. Tu sie jetzt!

 

100% Förderung vom Bund für Marketingstrategie-Beratung

Bist Du ganz akut wirtschaftlich durch die Corona-Krise betroffen? Umsatzeinbußen? Aufträge weggebrochen? Keine Ahnung wie’s weitergehen soll?

Du kannst Dir eine Unternehmensberatung zu 100% fördern lassen (max. 4.000€ über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA). Die Beratung zeigt Dir Wege aus der Krise und bringt Dein Unternehmen wieder auf die richtige Spur. Ich unterstütze Dich als BAFA-Beraterin in punkto Strategie, Marketing und Positionierung.

Alle Infos findest Du auf der Website vom BAFA.

Lass uns sprechen, ob das für Dich in Frage kommt. Schreib mir an voges@voges-marketing.de, ruf an (04852 – 83 978 22) oder such Dir direkt in meinem Kalender einen Termin.

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About the Author Verena Voges

Ich zeige Dir, wie Du mehr Aufträge bekommst, die Kunden findest, die für Dich genau richtig sind, und wie Du Dein Unternehmen so am Markt positionierst, dass es „läuft“. Ich begleite Dich während der Umsetzung und beantworte alle auftauchenden Fragen.

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