Einfaches Marketing für Freiberufler

Einfaches Marketing für Freiberufler und Solopreneure, das WIRKLICH funktioniert

Ich muss nur in mein Bücherregal gegenüber von meinem Schreibtisch schauen und mir wird klar: Marketing ist wirklich kompliziert. Eine Wissenschaft für sich. Auch der Artikel bei Wikipedia zu Marketing ist recht umfangreich und hat viele Unterverweise. Das Standardwerk „Grundlagen des Marketing“ von Philip Kotler et. al. mit seinen über 1000 Seiten könnte ich prima dazu verwenden, um meine Armmuskeln zu trainieren. Und in diesem Buch stehen nur die Grundlagen! Neben diesem Buch finden sich in meinem Regal noch unzählige weitere Bücher, die sich mit einzelnen Aspekten des Marketings befassen. Jedes ist toll und hat mich weitergebracht.

Nun bist Du aber keine Marketingberaterin und verdienst Deine Brötchen nicht damit, anderen Unternehmern bei einer ordentlichen Marketingstrategie zu helfen. Wie sollst Du als Einzelunternehmer oder Freiberuflerin denn Dein Marketing auf halbwegs solide Füße stellen?

Keine Sorge – es geht auch kürzer als 1000 Seiten und vor allem so praxisnah, dass Du es schnell verstehst und auch einfach umsetzen kannst.

Im Grund ist Marketing nämlich ganz einfach:

  1. Nachdenken – das Fundament legen
  2. Sich zeigen – mit Deinen Kunden in Kontakt kommen
  3. Verkaufen – Interessenten zu Kunden machen

Bitte beachte: Es sind alle drei Schritte notwendig und unbedingt genau in dieser Reihenfolge. Ganz viele Selbstständige konzentrieren sich auf Schritt 2 – und wundern sich, warum es mit dem Unternehmenserfolg nicht so recht klappt. Schritt zwei ist nämlich das, woran die meisten beim Stichwort Marketing denken: Werbung machen. Also so Dinge wie Webseite online bringen, Anzeigen schalten, Facebook-Werbung starten, Pressearbeit in die Gänge bringen, Flyer drucken etc.pp.

Schauen wir uns die einzelnen Marketing-Schritte genauer an.

1. Die Vorarbeit – Das Fundament legen

Bevor Du mit Deinen unternehmerischen Aktivitäten loslegst, wartet eine Menge Recherche-Arbeit und noch mehr Nachdenken auf Dich. Du musst die Antworten auf einige grundlegende Fragen finden. Das ist so wichtig, weil Du diese Antworten in Schritt 2 und 3 brauchst. Sonst funktionieren diese Schritte nicht.

Beschäftige Dich sich intensiv mit den folgenden Fragen. Zermartere Dein Hirn. Und schreib die Antworten unbedingt auf!

  • Für was stehe ich als Unternehmerin oder Freiberufler?
  • Welche Werte bilden die Grundlage für mein Business?
  • Was ist mir in Bezug auf mein Unternehmen wichtig?
  • Wo liegen meine persönlichen Stärken?

 

  • Was ist mein Angebot?
  • Welche Leistungen biete ich an?
  • Was ist das Besondere an meiner Dienstleistung?
  • Was zeichnet mich als Dienstleister im Besonderen aus?
  • Welche Probleme löse ich für meine Kunden?
  • Was haben meine Kunden von meiner Dienstleistung?

 

  • Wer genau sind meine Kunden?
  • Welchen Herausforderungen sehen sich meine Kunden gegenüber?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche haben meine Kunden?
  • Welche Zweifel oder Unsicherheiten haben meine Kunden in Bezug auf meine Leistung?

Wenn Du Dich durch diese Fragen gekämpft und wirklich gute Antworten gefunden hast, dann hast Du Klarheit über Dein Angebot und Deine Positionierung. Super.

Du weißt außerdem:
=> Wo kann ich meine Kunden antreffen?
=> Was bewegt meine Kunden und wie kann ich ins Gespräch mit ihnen kommen?
=> Wie schaffe ich es, von den Bedürfnissen und Problemen meiner potentiellen Kunden zum Nutzen meiner Dienstleistung einen Bogen zu ziehen?

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2. Zeig Dich und tritt mit potentiellen Kunden in Kontakt

Jetzt endlich kannst Du aktiv werden! Auf geht’s nach draußen.

Du kannst Deine Website an den Start bringen. Auf Fachmessen gehen. Telefonakquise betreiben. Klassisches Direktmarketing per Brief machen. Anzeigen auf Facebook schalten. Deinen Blog mit Fachartikeln füllen. Einen Podcast starten. Auf Pressearbeit setzen. Vorträge halten. Kooperationen eingehen. Netzwerkveranstaltungen besuchen. Oder oder oder. Die Liste ließe sich nahezu endlos fortführen.

Bis Du herausgefunden hast, was genau für Dich, Dein Angebot und Deine Zielgruppe funktioniert, musst Du ein bisschen ausprobieren. Hier gibt es leider keine allgemein gültigen Regeln, die für alle Unternehmer und Solopreneure gleichermaßen gelten. Jeder Mensch ist verschieden. Der eine redet gern und präsentiert sich auf Vorträgen und in Podcasts. Dem anderen liegt eher der persönliche direkte Kontakt auf Messen oder Netzwerktreffen. Die nächste schreibt lieber Fachartikel oder nutzt Facebook sehr aktiv.

Scheu Dich also nicht zu experimentieren. Evaluiere so gut es geht, was Dir welcher Kanal und welche Maßnahme bringt.

3. Verkaufen

Ja, ich sage das böse Wort verkaufen. Das hören nämlich viele Freiberufler und Selbstständige überhaupt nicht gern. Doch verkaufen gehört zum Unternehmersein dazu. Ohne geht’s nicht – sorry.

Bei Verkaufen denken viele an andrehen, aufschwätzen oder sich anbiedern. Dabei kann Verkaufen Spaß bringen und kratzt auch überhaupt nicht an der Ehre. Wenn Du nicht verkaufst, verschenkst Du nicht nur Geld, sondern machst Dir das Leben unnötig schwer. Denn ohne Verkaufen gibt’s keine Kunden, kein Umsatz, kein Geld – und keine Brötchen für Dich und Deine Lieben.

  • Verkaufen bedeutet, dass Du potentiellen Kunden Dein klares Angebot präsentierst und Fragen sowie Unsicherheiten im Dialog aus der Welt schaffst.
  • Verkaufen bedeutet, dass Du es Deinen Interessenten leicht machst, Deine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
  • Verkaufen bedeutet, dass Du einem Menschen, der ein Problem hat, eine Lösung – nämlich Deine Dienstleistung – anbietest und damit hilft und wahrscheinlich einen Menschen ein wenig glücklicher machst.
  • Verkaufen ist ein Prozess, der sich durchaus eine Weile hinziehen kann. Gerade im B2B-Bereich bedarf es oft einiger Kontakte und ein paar Mal nachhaken, bis der Auftrag unter Dach und Fach ist. Das ist völlig normal und sollte Dich nicht entmutigen.

Doch je klarer Du kommunizierst und je klarer Dein Angebot ist, desto leichter ist das Verkaufen. Es fühlt sich dann oft gar nicht mehr wie Verkaufen an. Denk immer daran: Menschen suchen Lösungen für ihre Probleme und Schwierigkeiten. Und wenn genau Du die passende Lösung hast, kaufen diese Menschen sehr gerne bei Dir.

Marketing für Freiberufler

Bildnachweis: JOSHUA COLEMAN on Unsplash

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About the Author Verena Voges

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